Archiv für Dezember, 2010

Niemals nach den Roten fragen!

Veröffentlicht: Dezember 7, 2010 in Wursttheke

Nur ein gut gemeinter Rat unter Freunden. Nein, ich mein nicht politisch links orientierte Mitbürger und Gönner unserer Gesellschaft. Nein, auch kein Fußballclub oder Ähnliches. Eigentlich geht es nur um Papier. Schnödes, einfaches und eben rotes Papier. In Fachkreisen auch Servietten genannt. Gut, Papier-Schlabberlätze kaufe ist jetzt nicht wirklich spannend, kann aber unter den richtigen Umständen zu einem echten Erlebnis werden.

Dieser kleine, chaotische, völlig überfüllte und dennoch lebenrettensde Tante-Emma-Super-Markt hier um die Ecke ist selbst bei Stammkunden immer noch für einme Überraschnung gut. Mein Auftrag war: Kauf einfarbige Servietten, am besten in rot! Aber so ohne Schnörkel, ne! Ein wirklich lösbare Aufagabe und schnell erledigt…. dachte ich!

Ich: Ähem, Schuldigung? Ich such Servietten, hammsie welche da?

Frau N.: Ja, irgendwo nebem dem billigen Klopapier! Da, rrrrechts!

Stimmt. Neben dem billigen Klopapier gibt´s tatsächlich nich ganz so billige Servietten. So mit Schnörkel drauf und eine bodenlose Frechheit für das feine Auge des Sportrauchers. Mal im Ernst…Einfarbige gibts auch. In Kackbraun Latte Machiato und Weiß. Aber eben nicht die Roten! Dann beschloss ich den Fehler des Tages zu begehen und den kleinen Laden in völlige Arnachie zu tauchen.

  • Schäffin vergräbt sich bis zur Hüfte im Regal und wird von Küchenrollen fast erschlagen
  • Angestellte 1 versucht eine der Rollen mit einem gekonnten Hechtsprung vor dem Aufschlag in der Fleischtheke zu bewahren. Wie gesagt: versucht!
  • Die Salami in der Auslage gibt nach und fällt dem Schäff vor die Füße, der daraufhin eine Abhandlung über richtiges Fleischthekeeinräumen hält.
  • Angestellte 1 flüchtet und Schäffin schreit nach Angestellter 2, die vor Schreckt erst mal einen Karton Eier hinter der Wursttheke verteilt.
  • Angestellte 2 finden die Roten, klein Finn-Christian schreit nach Schnuck und Ede nach ner neuen Ration 29er Pils.
  • Schäff ist mit der Salami fertig und ist nun bei Streusalz angekommen. Beim Salz und der richtigen Art zu streuen!

Ich zahle, bin schlauer was gesalzene Salami angeht und habe meine Roten. Schäffin ist völlig fertig und kassiert Ede den Schnuck und Finn-Christian das Pils ab. 42 Minuten später bin ich endlich auf dem Weg nach und im Besitz der Roten! Ich liebe diesen Laden!

Ehrlich!

 

…guckt jetzt Alternativprogramm

Veröffentlicht: Dezember 6, 2010 in Fussball

Als Anhänger einer lokalen Fußballmannschaft, die sich bedauerlicherweise in unterklassigen Regionen rumtreibt, ist man mehr als gewollt vom Wetter in der Region abhängig. Was jetzt nicht bedeutet, dass man ein Schönwetter-Fan ist. Hin und wieder, in den Wintermonaten leider zu oft, kann es dazu kommen, dass einzelne Spiele oder eben ganze Spieltage abgesagt werden (müssen). Die aktuellen Schneehöhen im Leimbachstadion lassen eher Tiefschneeabfahrten als Offensivfußball zu. Ähnlich wird es wohl auch am kommenden Mittwoch aussehen, so dass das angesetzte Nachholspiel wohl irgendwann anders nachgeholt werden muss.

Daher leider ich zurzeit an einem Live-Lokalsport-Biermangel, der nun mit einem Alternativprogramm ausgeglichen werden muss. Da ein sportartinterner Mannschaftswechsel auf Lokalebene nicht in Frage kommt, bleibt nur ein Wechsel der zu guckenden Sportart. Welche Möglichkeiten hat man denn nun hier in der Provinz voll Schnee:

  1. Handball beim TUS Ferndorf: NÖ! Mit Handball kann ich, auch wenn ich nun einigen auf die Füßen trete, mal so gar nichts anfangen!
  2. Basketball beim TV Jahn Siegen: Schon eher, aber immer noch nicht überzeugt!
  3. Volleyball bei der SG Siegerland: Erinnerungen den Schulsport lassen mich heute noch Spontankotzen!

Bleibt also nur noch Eishockey beim EHC Netphen. Gut, für Eishockey hab ich mich das letzte mal wirklich interessiert als die DEG noch gegen die Haie gewonnen hat. Mehrfach, so in Serie. Oder eben bei Großereignissen wie Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Ja auch Wayne Gretzky ist mir ein Begriff, mehr aber auch nicht. Und es geht jetzt nicht um die DHL oder so. Nein, es geht um unterklassiegen Lokalsport der EHC Netphen, die zurzeit auf dem zweiten Platz der Regional-Liga West stehen. Nicht, dass ich dadurch noch zu einem Eishockey-Erfolgsfan werde. Die Gefahr meiner Hausmannschaft den Rücken zu zukehren besteht aber definitiv nicht.

Kommenden Freitag am 10.12.2010 spielen die mir noch gänzlich unbekannten Herren gegen den aktuelle Tabellenführer,  die Young Lions aus Frankfurt. Ein Spitzenspiel zum Einstieg, was will man mehr. Wenn mir jetzt noch einer die Regeln erklärt, bin ich glücklich.
Gibt´s beim Eishockey eigentlich auch Abseits?